Fraunhofer-Studie zeigt: Vapes – Milliardenmarkt mit Schattenseiten

Eine neue Fraunhofer-Studie im Auftrag der SKR AG zeigt, wie sich aus komplexen globalen Lieferketten und uneinheitlichen nationalen Regulierungen ein milliardenschwerer Schattenmarkt für E-Zigaretten entwickelt hat. Fehlende Transparenz entlang der Supply Chains erschwert Kontrolle und Marktaufsicht – mit Folgen für Logistik, Handel und Verbraucher.

Fast jede zweite E-Zigarette in Europa stammt aus irregulären Quellen. Das bedeutet nicht immer illegal – doch zwischen grauem und schwarzem Markt verschwimmen die Grenzen, wenn nationale Regeln auseinanderlaufen. Genau hier setzt die Fraunhofer-Studie an: Sie zeigt, wie Steuerlücken und fehlende Harmonisierung den Schattenmarkt befeuern.

China dominiert den globalen E-Zigarettenmarkt – vor allem die Region Shenzhen. Dort werden rund 72 Prozent aller Vaping-Geräte weltweit entwickelt und produziert, bevor sie über europäische Gateway-Staaten wie Deutschland, Belgien und die Niederlande in den Markt gelangen. E-Zigaretten mit offenem Tank verschärfen den illegalen Handel, erschweren die Durchsetzung von Vorschriften, die Kontrolle der Liquids und erhöhen damit die Risiken für Verbraucher.

Ein Markt im Milliardenbereich – und Millionenverluste für die Staaten. In Deutschland allein gehen dem Fiskus jedes Jahr rund 119 Millionen Euro verloren, weil sich fast die Hälfte aller E-Zigaretten dem regulären Steuersystem entzieht. Ohne Gegenmaßnahmen könnte der Verlust bis 2030 auf fast 200 Millionen Euro anwachsen.