{"id":3677,"date":"2023-04-25T08:44:54","date_gmt":"2023-04-25T06:44:54","guid":{"rendered":"https:\/\/skr-ag.com\/?p=3677"},"modified":"2025-10-14T08:37:35","modified_gmt":"2025-10-14T08:37:35","slug":"kep-markt-wie-mit-der-krise-umgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skr-ag.com\/de\/2023\/04\/25\/kep-markt-wie-mit-der-krise-umgehen\/","title":{"rendered":"KEP-Markt \u2013 wie mit der Krise umgehen?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Nach dem Hype die Ern\u00fcchterung: Die Sendungsmengen gehen zur\u00fcck \u2013 daran wird sich so schnell nichts \u00e4ndern. Hatten zuvor E-Commerce und Lockdowns in Pandemiezeiten f\u00fcr einen extremen Boom gesorgt, ist jetzt Kaufzur\u00fcckhaltung angesagt. Wie aber die Krise handhaben? \u201eDie KEP-Branche bleibt auf lange Sicht ein Wachstumsmarkt\u201c, sagt Rico Back, Managing Partner der SKR und Kenner der Branche. \u201eDennoch muss jedes Unternehmen darum k\u00e4mpfen, betriebswirtschaftlich tragbare, resiliente und nachhaltige Strukturen zu schaffen, um mit krisenhaften Situationen auch k\u00fcnftig fertigzuwerden zu k\u00f6nnen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bilanzen vieler KEP-Unternehmen sind belastet: Inflation und Teuerung f\u00fchren zu Konsumverzicht und sinkenden Sendungsmengen. Hohe Lohn-, Energie- und Transportkosten sorgen daf\u00fcr, dass der operative Gewinn schwindet. \u201eGleichzeitig m\u00fcssen die Unternehmen investieren, zum Beispiel in Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Automatisierung oder weiteres Wachstum\u201c, sagt Rico Back. \u201eWenn das Gesch\u00e4ftsmodell bereits an vor\u00fcbergehenden Sendungsr\u00fcckg\u00e4ngen scheitert, rettet es auch nicht die Aussicht auf k\u00fcnftiges Wachstum.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tragbare Gesch\u00e4ftsmodelle<\/h3>\n\n\n\n<p>So geschehen bei vielen neu entstandenen Online-Bestell- und Lieferdiensten. Gerade w\u00e4hrend der Pandemie sind im Bereich der Quick Economy Start-ups aus dem Boden geschossen, die Essen und Lebensmittel innerhalb von 15 bis 30 Minuten ausliefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum hatte sich das Leben wieder normalisiert, steckten viele Lieferdienste in der Krise. Der harte Wettbewerb f\u00fchrte zu einem ruin\u00f6sen Kampf um Marktanteile, oftmals konnte nicht kostendeckend gearbeitet werden. Es folgten Entlassungen, Betriebsschlie\u00dfungen, Insolvenzen, bestenfalls Zusammenschl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOnline-Bestell- und Lieferdienste haben ihre Berechtigung\u201c, sagt Rico Back. \u201eAber am Ende ist entscheidend, ob dem Unternehmen ein betriebswirtschaftlich tragbares Gesch\u00e4ftsmodell zugrunde liegt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von Menschen und Maschinen<\/h3>\n\n\n\n<p>Weltweit werden pro Jahr <a href=\"https:\/\/www.internetworld.de\/logistik\/zahlen-studien\/sekunde-weltweit-5000-pakete-verschickt-2801071.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">159 Milliarden Sendungen<\/a> auf den Weg gebracht. Die Margen in dem Massenmarkt sind nicht \u00fcppig. Vollautomatische F\u00f6rder- und Sortieranlagen, geb\u00fcndelte Transporte, Sendungsverfolgung, Tourenoptimierung sowie emissionsarme Zustellkonzepte vor allem in Innenst\u00e4dten und flexible Zustelloptionen machen die Paketlogistik nicht nur effizient, sondern auch sicherer, flexibler und nachhaltiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nicht jeder Bereich und jedes Unternehmen schreibt mit einem Plus an Digitalisierung und Automatisierung auch automatisch schwarze Zahlen. Beispiel Paketautomat, der die Abholung und Zustellung von Sendungen erleichtern soll. Einige Marktplayer machen es vor und stellen fl\u00e4chendeckend vollautomatisierte Paketstationen auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob sich das allerdings betriebswirtschaftlich wirklich rechnet, bleibt abzuwarten. Denn Anschaffungs-, Reparatur- und Wartungskosten k\u00f6nnten den erw\u00fcnschten Effekt \u2013 n\u00e4mlich die Kosten pro Zustellstopp zu minimieren \u2013 schnell zunichtemachen. \u00c4hnlich ist der Einsatz von Drohnen und Paketzustellrobotern zu beurteilen. F\u00fcr Nischen m\u00f6gen diese L\u00f6sungen interessant sein, als generelle L\u00f6sung taugen sie \u2013 zumindest im Moment \u2013 noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePaketlogistik kann sich \u00fcberall dort der Lebensrealit\u00e4t der Menschen anpassen, wo sich Kosten und Nutzen der Investition am Ende des Tages rechnen\u201c, sagt Rico Back. \u201eWie die Zustelll\u00f6sungen letztlich aussehen, muss deshalb f\u00fcr jedes einzelne Unternehmen und f\u00fcr jeden einzelnen Standort entschieden werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">KEP \u2013 sicherster Wachstumsmarkt, den es gibt<\/h3>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz wird die daten- und KI-gest\u00fctzte Steuerung der Prozesse weiter zunehmen, f\u00fcr zus\u00e4tzliche sinnvolle Optimierungen sorgen und Mitarbeitende in den L\u00e4gern und Depots entlasten. Angesichts des Personal- und Fachkr\u00e4ftemangels sind das positive Aussichten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberfl\u00fcssig werden Mitarbeitende in der Logistik damit aber noch lange nicht: Der KEP-Markt bleibt ein People-Business, ohne Menschen geht es nicht. Ob Zustellerinnen und Zusteller, Mitarbeitende in Depots und Verteilzentren oder IT-Fachkr\u00e4fte \u2013 an vielen Stellen der Logistik werden Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen gebraucht und h\u00e4nderingend gesucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kurier-, Express- und Paketunternehmen sorgen weltweit f\u00fcr Jobs, Einkommen und Wohlstand. Faire und transparente Arbeitsbedingungen sowie das Einhalten von Rechtsnormen sollten dabei selbstverst\u00e4ndlich sein. Das anhaltende Wachstum d\u00fcrfte auch in den kommenden Jahren f\u00fcr neue Jobs und einen hohen Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften sorgen. Denn trotz der jetzigen Krise bleibt der KEP-Markt ein boomendes Gesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit wurde er im Jahr 2022 auf ein Volumen von ca. 450,6 Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt \u2013 bis 2030 sollen Kurier-, Express- und Paketdienste eine Marktgr\u00f6\u00dfe von <a href=\"https:\/\/www.globenewswire.com\/news-release\/2023\/03\/20\/2630250\/0\/en\/Global-Courier-Express-Parcel-Services-Market-to-Reach-722-6-Billion-by-2030.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">722,6 Milliarden US-Dollar<\/a> erreichen. Das verspricht einen Zuwachs von \u00fcber 60 Prozent in acht Jahren! Wichtige geografische M\u00e4rkte sind dabei China, die USA, Kanada, Europa und Japan. Treiber werden der weltweit wachsende Online-Handel sein, die zunehmende Nachfrage nach G\u00fctern aus anderen L\u00e4ndern sowie die Nachfrage nach internationaler Haust\u00fcrzustellung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNachhaltige Lieferoptionen und resiliente Lieferketten sind dabei wichtiger denn je\u201c, sagt Rico Back. \u201eIn Logistik und ihre Zukunftsfelder zu investieren lohnt sich \u2013 der genaue Blick auf die Tragf\u00e4higkeit des jeweiligen Gesch\u00e4ftsmodells allerdings auch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Hype die Ern\u00fcchterung: Die Sendungsmengen gehen zur\u00fcck \u2013 daran wird sich so schnell nichts \u00e4ndern. Hatten zuvor E-Commerce und Lockdowns in Pandemiezeiten f\u00fcr einen extremen Boom gesorgt, ist jetzt Kaufzur\u00fcckhaltung angesagt. 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