{"id":3904,"date":"2024-10-28T12:11:21","date_gmt":"2024-10-28T11:11:21","guid":{"rendered":"https:\/\/skr-ag.com\/?p=3904"},"modified":"2025-10-14T09:28:57","modified_gmt":"2025-10-14T09:28:57","slug":"paketdienste-in-zeiten-der-krisen-back-to-the-basics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skr-ag.com\/de\/2024\/10\/28\/paketdienste-in-zeiten-der-krisen-back-to-the-basics\/","title":{"rendered":"Paketdienste in Zeiten der Krise(n): Back to the basics"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Wettbewerb ist stark, das Wirtschaftsumfeld schwach \u2013 was w\u00e4chst, sind vor allem die Kosten: Die Paketdienste k\u00e4mpfen alle mit den gleichen Herausforderungen. Wie k\u00f6nnen sie ausreichend profitabel sein? Fakt ist: Die Paketdienste sind gefordert, bis auf die dritte Stelle hinter dem Komma zu kalkulieren. Gelingen kann das nur, wenn sie sich auf ihr Kerngesch\u00e4ft konzentrieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach wie vor lockt das B2C-Gesch\u00e4ft mit seinen Wachstumsraten, die derzeit vom Erfolg gro\u00dfer Online-Handelsplattformen getrieben sind. Die Anbieter verf\u00fcgen \u00fcber eine enorme Marktmacht, k\u00f6nnen niedrige Preise und ein hohes Servicelevel einfordern. Gleichzeitig liegen die Kosten pro Zustellung deutlich h\u00f6her als im B2B-Bereich. Mit dem Ergebnis, dass die Profitabilit\u00e4t der Dienstleister leidet. Sich st\u00e4rker im B2B-Gesch\u00e4ft zu engagieren, kann da die richtige Entscheidung sein \u2013 auch wenn die Mengen von Gesch\u00e4ftskunden eher stagnieren und sich im Moment alle Paketdienste auf dieses Segment st\u00fcrzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem liegt tiefer. Manche Paketdienste arbeiten bereits nicht mehr kostendeckend, stehen tief in den roten Zahlen oder m\u00fcssen zumindest R\u00fcckg\u00e4nge in den Ergebnissen hinnehmen. Ein Grund ist, dass w\u00e4hrend der Pandemie zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten geschaffen wurden, die heute nicht mehr ad\u00e4quat sind. Kapazit\u00e4ten abzubauen ist schwieriger als aufzubauen. Dennoch m\u00fcssen sie den Mengen entsprechend angepasst werden. Vor allem die Streichung von Stellen ist ein schmerzhafter Schritt, aber unvermeidbar. Hinzu kommen Restrukturierungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus muss dabei immer stehen: Kosten konsequent zu optimieren und Kapitalinvestitionen nach strengen Kriterien zu t\u00e4tigen. Es geht nicht nur um Cost Cutting, sondern insbesondere auch um Effizienzsteigerungen und die Optimierung des Sales-Mix.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konzentration aufs Wesentliche<\/h3>\n\n\n\n<p>Paketlogistik ist ein Mengen- und Massengesch\u00e4ft, das im System so effizient wie m\u00f6glich abgewickelt werden muss. Flexibilit\u00e4t sowohl in der Abholung als auch in der Zustellung funktioniert nur solange, wie sie den hocheffizienten Fluss der Pakete nicht st\u00f6rt. Die klassischen Paketdienste tun deshalb gut daran, sich gerade jetzt auf ihr Kerngesch\u00e4ft zu besinnen. Alles \u00dcberfl\u00fcssige gilt es abzuwerfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder gar nicht erst damit zu starten \u2013 etwa das Angebot st\u00e4rker zu diversifizieren: Fulfillment-Dienste oder Services f\u00fcr Nischenm\u00e4rkte wie Lebensmittelzustellung, medizinische Lieferungen oder Expressdienste erfordern Wissen, Praxiserfahrung und den kostspieligen Aufbau entsprechender Infrastrukturen. Hochspezialisierte Anbieter sind hier bereits am Markt. Auch in branchenspezifische L\u00f6sungen wie die Zustellung von M\u00f6beln einzusteigen, ist nicht sinnvoll. Die Abwicklung l\u00e4sst sich nicht standardisieren und ist teuer. Wichtig ist: Aufgenommen werden sollten immer nur Mengen, die systemkonform produziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Convenience trotz Kostenoptimierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Statt in Produkte sollte in die Produktivit\u00e4t investiert werden. Fr\u00fcher galt der Grundsatz \u201eVorlauf schl\u00e4gt Nachlauf\u201c. Heute ist der Nachlauf entscheidend, also die N\u00e4he zum Zustellpunkt in Verbindung mit der Tourenoptimierung, um den hohen Serviceanforderungen zu entsprechen. Engmaschige Depotstrukturen im ganzen Land sind und bleiben zentral, um eine fl\u00e4chendeckende und schnelle Zustellung zu gew\u00e4hren. Standortschlie\u00dfungen sind also keine L\u00f6sung, um Kosten zu optimieren. Wohl aber die weitere Digitalisierung, die Automatisierung und der Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade auf der teuren letzten Meile treibt KI die Innovationen und ist eine entscheidende Stellschraube zur Steigerung von Effizienz und Servicequalit\u00e4t. Algorithmen optimieren immer mehr Aspekte der Tourenplanung und helfen, Lieferrouten w\u00e4hrend der Zustellung in Echtzeit anzupassen. Fahrer werden unterst\u00fctzt und entlastet, vergebliche Abholungen und Zustellungen minimiert. K\u00fcnftig k\u00f6nnte KI Paketempf\u00e4ngern auch Vorschl\u00e4ge machen, wo sie wann ihr Paket am bequemsten entgegennehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Geht es um guten Zustellservice, geht es immer auch um Packstationen, die zunehmend zum Teil der Infrastruktur in einer digitalen Welt werden. Doch so wichtig sie auch sind: Es ist nicht die richtige Zeit, intensiv in eigene Paketautomaten zu investieren. Zumal Paketdienste bereits in der Vergangenheit versucht haben, Netze selbst aufzubauen. Es war immer ein Minus-Gesch\u00e4ft. Eine gute und effiziente Sache ist dagegen, Packstationen mitzubenutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geschwindigkeit und Auslastung<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Paket innerhalb einer Regellaufzeit von 24 Stunden zuzustellen, ist der bestehende Standard-Service der Paketdienste. Angesichts des Kostendrucks stellt sich die Frage, ob solche Laufzeiten tats\u00e4chlich immer notwendig sind. Denn der Verbraucher will vor allem Zuverl\u00e4ssigkeit in der Zustellung, nicht aber unbedingt Geschwindigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die B\u00fcndelung von Paketen \u00fcber den Wochenverlauf k\u00f6nnte deshalb ein marktvertr\u00e4glicher Weg sein, um effizienter zu produzieren. Mengenschwankungen innerhalb der Woche, die gerade im B2C-Bereich typisch sind, werden besser austariert und die Systeme konstanter ausgelastet.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00fcrde bei dem Versender liegen zu entscheiden, welches Zustelltempo ihm zu welchem Preis wichtig ist. Schneller bedeutet Express und teurer; Standard hei\u00dft langsamer, aber g\u00fcnstiger. Das gelingt aber nur, wenn die Zuverl\u00e4ssigkeit zu einem hohen Prozentsatz sichergestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: In Zeiten der Krisen gilt f\u00fcr Paketdienste eigentlich nur ein Motto: \u201eBack to the basics \u2013 Konzentration auf das Wesentliche\u201c bei Bewahrung einer hoher Qualit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit. Die Rentabilit\u00e4t darf dabei nicht aus den Augen verloren werden.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wettbewerb ist stark, das Wirtschaftsumfeld schwach \u2013 was w\u00e4chst, sind vor allem die Kosten: Die Paketdienste k\u00e4mpfen alle mit den gleichen Herausforderungen. Wie k\u00f6nnen sie ausreichend profitabel sein? Fakt ist: Die Paketdienste sind gefordert, bis auf die dritte Stelle hinter dem Komma zu kalkulieren. 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